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Valiant Generalversammlung 2026: Rekordgewinn, Dividende & Aktienrückkauf – ein Augenzeugenbericht

Die Valiant Holding AG hielt am 13. Mai 2026 ihre 29. ordentliche Generalversammlung ab – und ich war dabei. Eine Schweizer Regionalbank, die leise Rekorde bricht, ihre Aktionäre fair behandelt und eine klare Strategie verfolgt. Was an der GV besprochen wurde, was mich beeindruckt hat und was das für dich als Investor bedeutet – hier mein vollständiger Bericht.


Warum ich an die Generalversammlung der Valiant gegangen bin

Als Aktionär und Finanzinteressierter aus dem Schweizer Mittelland liegt mir die Valiant gewissermassen «vor der Haustür». Die lila Bank ist in der Region fest verankert – und doch von vielen Schweizer Privatanlegerinnen und -anlegern wenig beachtet. Zu Unrecht, wie ich finde.

Die Valiant Generalversammlung 2026 war für mich deshalb mehr als eine Pflichtveranstaltung: Es war eine Gelegenheit, das Management aus der Nähe zu erleben, die Stimmung unter den Aktionärinnen und Aktionären zu spüren und mir ein eigenes Bild von der Unternehmensführung zu machen.

Markus von FOXinvest ist Aktionär bei der Valiant Bank und hat an der GV 2026 teilgenommen

Bild: Markus, FOXinvest.ch nimmt als Aktionär an der Generalversammlung 2026 der Valiant Holding AG teil.

Bei der Ankündigung der Wachstumsstrategie in der Schweiz, habe ich vor einigen Jahren in die Valiant investiert. In meinem Dividendenportfolio ist die Valiant nicht nur ein Top-Performer im Kursgewinn, sondern auch ein konstanter Dividendenzahler mit stetigem Dividendenwachstum.

Wer sich als Privatanleger fragt, ob Schweizer Bankaktien in ein langfristiges Portfolio passen – dieser Artikel liefert eine fundierte Einschätzung aus erster Hand.



Kurz erklärt: Wer macht was bei einer Schweizer Aktiengesellschaft?

Bevor ich zum Erlebnis an der GV komme, ein kurzer Überblick – besonders für alle, die noch am Anfang ihrer Investorenreise stehen:

Der Verwaltungsrat (VR) ist das oberste Führungsorgan der Aktiengesellschaft. Er legt die strategische Richtung fest, überwacht die Geschäftsleitung und trägt gegenüber den Aktionärinnen und Aktionären die Verantwortung. Bei der Valiant steht Markus Gygax als Präsident an der Spitze eines achtköpfigen Gremiums.

Die Geschäftsleitung (GL) führt das Tagesgeschäft unter der Leitung von CEO Ewald Burgener. Sie setzt die Strategie des Verwaltungsrats operativ um und ist für die laufenden Ergebnisse verantwortlich.

Die Generalversammlung (GV) ist das höchste Organ der AG. Sie findet mindestens einmal jährlich statt und bietet den Aktionärinnen und Aktionären die Möglichkeit, über wichtige Beschlüsse abzustimmen: Jahresrechnung genehmigen, Dividende festlegen, Verwaltungsrat wählen und mehr. Das Schweizer Obligationenrecht (OR) regelt die GV-Rechte detailliert.

Kurz gesagt: Der Verwaltungsrat denkt strategisch, die Geschäftsleitung handelt operativ – und die Generalversammlung hat das letzte Wort als Eigentümerversammlung.


Die Generalversammlung 2026 – Stimmung, Atmosphäre, Eindrücke

Bereits vor der Türöffnung gut besucht

Schon 20 Minuten vor Türöffnung warteten zahlreiche Aktionärinnen und Aktionäre geduldig in der Frühlingssonne. Ein Bild, das symbolisch für die treue Aktionärsbasis der Valiant steht: überwiegend erfahrene, langjährige Anlegerinnen und Anleger, die dem Unternehmen seit Jahren vertrauen.

Besucher warten auf die Türöffnung für die generalversammlung 2026 der Valiant

Bild: Aktionärinnen und Aktionäre warten auf die Türöffnung

Der Empfang war professionell und herzlich. Freundliche Mitarbeitende begrüssten die Ankommenden, lenkten sie gezielt zur Verifizierung der Stimmrechte und händigten das elektronische Abstimmungsgerät aus. Das System von Nimbus ermöglichte eine reibungslose, schnelle Abstimmung – modern und benutzerfreundlich.

Stimmungsvolle Inszenierung

Der Veranstaltungsort war sorgfältig eingerichtet: ansprechende Beleuchtung, dezente Dekoration und eine leise Hintergrundmusik, die sofort eine angenehme, professionelle Atmosphäre schuf. Wer erwartet hatte, eine nüchterne Behördenveranstaltung zu besuchen, wurde positiv überrascht.

1’064 Aktionärinnen und Aktionäre waren persönlich vor Ort – eine beachtliche Präsenz, die das hohe Engagement der Investorenbasis unterstreicht.

Klar und kompetent geführt

Die Versammlung wurde von Verwaltungsratspräsident Markus Gygax souverän und strukturiert geleitet. Sachlich, klar, auf den Punkt – ohne unnötige Formalitäten. Man merkt, dass hier jemand am Werk ist, der das Handwerk beherrscht und das Vertrauen der Aktionäre verdient.

Management der Valiant Bank an der Generalversammlung 2026

Bild: Das Management der Valiant Holding AG am Start der GV 2026


Die wichtigsten Zahlen und Beschlüsse

Rekordgewinn im Geschäftsjahr 2025

Das Geschäftsjahr 2025 war das erfolgreichste in der Geschichte von Valiant:

  • Konzerngewinn: CHF 154,7 Mio. – ein Anstieg von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr
  • Geschäftsertrag: CHF 549,5 Mio. (–0,4% gegenüber dem aussergewöhnlich starken Vorjahr)
  • Netto-Zinserfolg: CHF 396,3 Mio. mit einer Zinsmarge von 1,09%
  • Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft: CHF 98,6 Mio. (+6,0%)
  • Kundenausleihungen: CHF 30,4 Mrd. (+0,7%)
  • Eigenkapitalquote: 17,2% – deutlich über der FINMA-Mindestanforderung

Das sind keine spektakulären Wachstumszahlen – aber das ist auch nicht das Geschäftsmodell von Valiant. Es sind solide, verlässliche Ergebnisse einer Bank, die ihren Kurs konsequent verfolgt.

Dividende auf CHF 6.00 erhöht

Die Aktionärinnen und Aktionäre profitieren erneut von einer Dividendenerhöhung um 20 Rappen auf brutto CHF 6.00 pro Aktie. Bei einem Aktienkurs von rund CHF 166.80 (Stand kurz vor der GV) entspricht das einer Dividendenrendite von rund 3,6 Prozent.

Zum Vergleich: Ein Sparkonto in der Schweiz wirft derzeit kaum mehr als 0,5–1,0 Prozent ab. Für langfristig orientierte Anleger ist die Valiant-Dividende damit eine beachtliche, regelmässige Ausschüttung.

Dividendenkalender 2026:

  • Ex-Dividenden-Tag: 18. Mai 2026
  • Zahltag: 20. Mai 2026

Aktienrückkaufprogramm über CHF 75 Mio.

Da Valiant mit einer Eigenkapitalquote von 17,2 Prozent die eigene Obergrenze der Kapitalbandbreite überschreitet, hat der Verwaltungsrat ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen:

  • Volumen: maximal CHF 75 Mio. über 3 Jahre
  • Laufzeit: Startet nach der GV 2026, endet 2029
  • Ziel: Kapitalquote im Zielband von 15–17% halten

Aktienrückkäufe sind ein Zeichen, dass das Management seine eigene Aktie für unterbewertet hält und das überschüssige Kapital sinnvoll an die Eigentümer zurückgeben möchte – steuerlich oft effizienter als eine Dividende.


Eine kritische Frage aus dem Publikum – und meine Einschätzung

An der GV meldete sich ein Aktionär mit einem bekannten Argument: «Andere Banken haben eine höhere Ausschüttungsquote. Warum zahlt Valiant nicht mehr Dividende?»

Eine verständliche Frage. Aber sie greift zu kurz.

Eine hohe Ausschüttungsquote klingt gut – bedeutet aber, dass weniger Kapital für Innovation, Wachstum und Investitionen im Unternehmen verbleibt. Valiant verfolgt mit der Strategie «Valiant 2029» ein klares Wachstumsprogramm: mehr Kunden gewinnen, digitale Angebote ausbauen, Effizienz steigern. Das kostet. Und das kostet langfristig weniger als eine kurzfristig maximierte Dividende, die auf Kosten der Substanz geht.

Für langfristig orientierte Investoren gilt: Wer Kapital im Unternehmen belässt, das es gut verzinsen kann, profitiert langfristig mehr als durch hohe Ausschüttungen heute. Das Rückkaufprogramm ist dabei ein cleveres Instrument, das überschüssiges Kapital trotzdem an die Aktionäre zurückgibt – aber steuerlich günstiger.


Strategie «Valiant 2029» – was kommt als Nächstes?

«Einfach Bank» als Leitmotiv

Die Valiant positioniert sich konsequent als die einfachste Bank der Schweiz. Kein Schnickschnack, keine komplexen Finanzprodukte, keine unnötige Bürokratie. Stattdessen: klare Produkte, hohe Servicequalität, persönliche Beratung – und zunehmend auch digitale Exzellenz.

Was die Geschäftsleitung konkret messen lässt

Die Zielvereinbarungen für die Geschäftsleitung sprechen Bände darüber, was Valiant wirklich wichtig ist:

  • Anzahl Kunden (Wachstum durch echten Mehrwert)
  • Kundenzufriedenheit (nicht nur Zahlen, sondern echte Beziehungen)
  • CO₂-Reduktion im Rahmen der Netto-Null-Strategie

Dass Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit explizit in der Vergütung der Geschäftsleitung verankert sind, ist ein positives Signal für nachhaltig orientierte Investoren.

Digitale Innovationen

Besonders erwähnenswert: Valiant hat als erste Schweizer Bank Multibanking für Privatkunden eingeführt. Damit können Kundinnen und Kunden Konten von anderen Banken direkt in der Valiant-App verwalten – kostenlos und bankenübergreifend. Eine clevere Differenzierungsstrategie, die Kundenbindung erhöht.

Ausserdem wurde Valiant von der Wirtschaftszeitschrift BILANZ mit drei Auszeichnungen als beste Anlagebank geehrt – ein externer Beweis für die Qualität der Beratungsleistungen.

Nachfolgeplanung ist eingeleitet

VR-Präsident Markus Gygax hat angekündigt, an der GV 2028 nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. CEO Ewald Burgener soll 2027 als VR-Mitglied und 2028 als Präsident vorgeschlagen werden – abgestimmt mit der FINMA, transparent kommuniziert. Eine geordnete, professionelle Nachfolgeplanung, die Kontinuität sichert.


Valiant Aktie – ein kurzes Bewertungsfazit

KennzahlWert (Mai 2026)
AktienkursCHF ~166.80
DividendeCHF 6.00
Dividendenrendite~3,6%
KGV~17x
Konzerngewinn 2025CHF 154,7 Mio.
Eigenkapitalquote17,2%

Was spricht für Valiant?

  • Rekordgewinn in der Unternehmensgeschichte
  • Stabile und wachsende Dividende (seit Jahren jährlich erhöht)
  • Starke Eigenkapitalbasis weit über den regulatorischen Mindestanforderungen
  • Klare, verständliche Strategie
  • Keine «exotischen» Risiken im Portfolio

Was solltest du im Auge behalten?

  • Abhängigkeit vom Schweizer Zinsniveau (Regionalbank lebt vom Zinsgeschäft)
  • Geplanter Stellenabbau von rund 80 Vollzeitstellen im Rahmen des Effizienzprogramms
  • CEO-Nachfolge ab 2027 noch nicht definitiv bestimmt

Mein persönliches Fazit

Die Valiant Generalversammlung 2026 hat mich als Investor bestärkt. Was mich am stärksten beeindruckt hat:

Die Valiant verspricht nicht das Blaue vom Himmel – sie liefert. Rekordgewinn, Dividendenerhöhung, Aktienrückkauf, klare Strategie. Keine Überraschungen, keine Ausreden, keine Nebelkerzen.

Für langfristig orientierte Privatanleger, die ruhig schlafen können, ist Valiant eine Aktie, die es verdient, genauer unter die Lupe genommen zu werden. Kein Hypewert, keine kurzfristige Spekulation – aber eine solide Schweizer Anlage mit regelmässigem Einkommen.


Checkliste: Passt Valiant in mein Portfolio?

✅ Du suchst nach regelmässigen Dividendeneinnahmen in CHF
✅ Du schätzt einfache, verständliche Geschäftsmodelle
✅ Du denkst in Zeiträumen von 5–10+ Jahren
✅ Du möchtest von der Schweizer Wirtschaftsstabilität profitieren
✅ Nachhaltigkeit (ESG) ist dir als Investor wichtig

❌ Du suchst nach kurzfristigen Kursgewinnen
❌ Du erwartest zweistellige Wachstumsraten
❌ Du willst in globale Technologiemärkte investieren


Praktischer Tipp: Günstig in Schweizer Aktien investieren

Wenn du überlegst, in die Valiant – oder andere Schweizer Qualitätsaktien – zu investieren, lohnt es sich, die Transaktionskosten im Blick zu behalten. Bei kleinen Beträgen fressen hohe Gebühren die Dividendenrendite schnell auf.

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Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien sind mit Risiken verbunden. Bitte informiere dich selbstständig und ziehe bei Bedarf eine Fachperson bei.


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Investor und Unternehmer aus der Schweiz: BWL / NDS Innovationsmanagement, BWL / NDS Unternehmensführung, Unternehmensberater, Vater von zwei erwachsenen Kindern, ...

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