BörsenwissenEinkommenInvestieren für Anfänger

Geld anlegen in der Schweiz

Geld anlegen in der Schweiz: ETFs, Aktien, Fonds, 3a, Immobilien, Obligationen, P2P und weitere Geldanlagen im Vergleich. Es ist abzuwägen, welche Ziele man hat und auf welchem Wissen ich aufbauen kann. Hohe Renditen bergen oft auch hohe Risiken.

Hinweis: Falls Du in Aktien, ETF oder Obligationen investieren möchtest, zeige ich Dir ganz am Schluss vom Artikel, wie Du bei Swissquote ein Konto eröffnen kannst und CHF 100 sparen kannst.


Inhalt ausblenden
1 Geld anlegen Schweiz: Die besten Möglichkeiten im Überblick

Geld anlegen Schweiz: Die besten Möglichkeiten im Überblick

Wenn du Geld in der Schweiz anlegen möchtest, hast du deutlich mehr Möglichkeiten als ein Sparkonto oder einen klassischen Aktienfonds. Je nach Ziel, Anlagehorizont und Risikobereitschaft kommen beispielsweise ETFs, Aktien, Obligationen, Anlagefonds, die Säule 3a, Immobilien, P2P-Kredite, Crowdlending, Solar-Investments oder Unternehmensbeteiligungen infrage.

Doch welche Geldanlage in der Schweiz ist für dich sinnvoll? Die Antwort hängt nicht nur von der erwarteten Rendite ab. Auch Risiko, Gebühren, Liquidität, Steuern und die geplante Anlagedauer spielen eine entscheidende Rolle.

Dieser Ratgeber zeigt dir die wichtigsten Möglichkeiten, wenn du in der Schweiz Geld investieren und langfristig Vermögen aufbauen möchtest – von einfachen Anlagen für Anfänger bis zu anspruchsvolleren und alternativen Investments.

Hinweis: Dieser Artikel vermittelt Finanzwissen und stellt keine individuelle Anlageberatung dar. Renditen sind nicht garantiert und können je nach Anlage erheblich schwanken.


Geld anlegen Schweiz: Welche Möglichkeiten gibt es?

Die passende Geldanlage hängt vor allem von drei Fragen ab:

  1. Wie lange kannst du auf das Geld verzichten?
  2. Wie viel Risiko kannst du tragen?
  3. Welches Ziel möchtest du mit deinem Geld erreichen?

Für kurzfristig benötigtes Geld sind beispielsweise Sparkonto, Festgeld oder Geldmarktlösungen interessant. Für langfristigen Vermögensaufbau kommen eher Aktien und breit diversifizierte ETFs infrage.

Dazwischen gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten wie Obligationen, Anlagefonds, Immobilien, Säule 3a, Crowdlending, Solar-Investments oder Unternehmensbeteiligungen.

Die wichtigsten Anlageformen im Überblick

GeldanlageWissenRisikoRendite-chanceLiquiditätIdeale Anlagedauer
Sparkontoweniggeringsehr geringhoch0–3 Jahre
Festgeldweniggeringgeringmittel1–5 Jahre
Geldmarktfondsweniggeringgeringhoch1–5 Jahre
Obligationenmittelgering–mittelgering–mittelhoch2–10 Jahre
Obligationenfonds / ETFwenig–mittelgering–mittelgering–mittelhoch3–10 Jahre
Aktienmittel–vielhochhochhoch7–15+ Jahre
Aktien-ETFwenig–mittelmittel–hochhochhoch7–15+ Jahre
Anlagefondswenig–mittelabhängigabhängigmittel–hoch3–15+ Jahre
Säule 3a mit Wertschriftenwenig–mittelmittel–hochmittel–hochgering10–30+ Jahre
Immobilienfondswenig–mittelmittelmittelmittel–hoch5–15+ Jahre
Direkte Immobilienvielmittel–hochmittel–hochgering10–20+ Jahre
Immobilien-Crowdinvestingmittelhochmittel–hochgering2–7 Jahre
P2P / Crowdlendingmittelhochmittel–hochgering2–7 Jahre
Solar-Investmentsmittelmittel–hochmittelgering5–20+ Jahre
Unternehmensanleihenmittelmittelmittelmittel3–10 Jahre
Private Debtvielhochmittel–hochgering3–10 Jahre
KMU-Beteiligungenvielhochhochsehr gering5–10+ Jahre
Private Equityvielhochhochsehr gering7–12+ Jahre
Start-up-Beteiligungenvielsehr hochsehr hochsehr gering7–12+ Jahre
Eigene Firmavielsehr hochsehr hochsehr gering5–15+ Jahre
Digitale Produkte / IPvielhochsehr hochgering–mittel3–10+ Jahre
Goldwenigmittelgering–mittelhoch5–15+ Jahre
Bitcoin / Kryptowährungenmittel–vielsehr hochsehr hochhoch5–10+ Jahre
Kunst / Uhren / Sammlerobjektevielhochunterschiedlichgering5–20+ Jahre
Wald / Landwirtschaftvielmittel–hochmittelsehr gering10–30+ Jahre

Die Einstufungen sind keine Renditeprognosen. Insbesondere bei Aktien, Start-ups, Unternehmensbeteiligungen und alternativen Anlagen können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den Erwartungen abweichen.


Geld kurzfristig anlegen

Wenn du dein Geld in den nächsten Monaten oder wenigen Jahren wahrscheinlich benötigst, steht nicht die maximale Rendite im Vordergrund.

Wichtiger sind:

  • Kapitalerhalt
  • Sicherheit
  • Verfügbarkeit
  • geringe Schwankungen

Sparkonto

Das Sparkonto ist die einfachste Form der Geldanlage.

Es eignet sich beispielsweise für:

  • Notgroschen
  • unerwartete Ausgaben
  • grössere geplante Anschaffungen
  • kurzfristig benötigtes Kapital

Der Nachteil: Die Rendite ist normalerweise niedrig. Langfristig kann die Inflation die Kaufkraft des Geldes reduzieren.

Festgeld

Beim Festgeld legst du dein Geld für einen bestimmten Zeitraum zu einem vereinbarten Zinssatz an.

Der Vorteil ist die Planbarkeit.

Der Nachteil: Während der Laufzeit kommst du möglicherweise nicht oder nur eingeschränkt an dein Geld.

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds investieren überwiegend in kurzfristige Geldmarktinstrumente und können eine Alternative zum klassischen Konto darstellen.

Sie sind allerdings nicht dasselbe wie ein Bankkonto und unterliegen ebenfalls gewissen Risiken.


Geld langfristig anlegen: Aktien und ETFs

Für langfristigen Vermögensaufbau sind Aktien eine der wichtigsten Anlageklassen.

Eine Aktie ist eine Beteiligung an einem Unternehmen. Wenn sich das Unternehmen positiv entwickelt, kann auch der Wert deiner Beteiligung steigen.

Allerdings können Aktienkurse erheblich schwanken.

Deshalb sollte Geld, das du in Aktien investierst, normalerweise einen ausreichend langen Anlagehorizont haben.

Aktien-ETF

Für viele Einsteiger sind breit diversifizierte ETFs besonders interessant.

Ein ETF kann beispielsweise hunderte oder tausende Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen enthalten.

Damit wird das Risiko einzelner Unternehmen reduziert.

Ein global diversifizierter ETF kann beispielsweise Unternehmen aus:

  • USA
  • Europa
  • Japan
  • Australien
  • Schwellenländern

enthalten.

Das bedeutet nicht, dass ein ETF risikofrei ist. Auch ein globaler Aktienmarkt kann zeitweise deutlich fallen. Ich investiere regelmässig in ausgewählte ETF bei meinem Online-Broker Swissquote.

Einzelaktien

Wer Unternehmen analysieren möchte, kann auch einzelne Aktien kaufen.

Dabei solltest du unter anderem auf folgende Punkte achten:

  • Umsatzentwicklung
  • Gewinn
  • Verschuldung
  • Cashflow
  • Wettbewerbsvorteile
  • Bewertung
  • Dividendenpolitik
  • Geschäftsmodell

Für Anfänger ist eine breite Diversifikation meist einfacher umzusetzen als ein Portfolio aus wenigen Einzelaktien. Ich habe zwei verschiedene BWL-Abschlüsse und analysiere gerne Unternehmen. Zudem habe ich mich laufend rund um das Investieren weitergebildet. Deshalb investiere ich regelmässig in Einzeltitel mit Dividendenausschüttungen. Ich investiere über mein Konto bei der Schweizer Bank Swissquote.


Anlagefonds: Geld professionell verwalten lassen

Nicht jeder möchte sein Portfolio selbst zusammenstellen.

Eine Alternative sind Anlagefonds.

Dabei wird das Geld vieler Anleger gemeinsam investiert. Je nach Fonds können beispielsweise Aktien, Obligationen, Immobilien oder andere Anlageklassen im Mittelpunkt stehen.

Es gibt unter anderem:

  • Aktienfonds
  • Obligationenfonds
  • Mischfonds
  • Immobilienfonds
  • Nachhaltigkeitsfonds
  • Themenfonds

Ein wichtiger Punkt sind die Kosten.

Zwei Fonds können eine ähnliche Strategie verfolgen, aber aufgrund unterschiedlicher Gebühren langfristig deutlich unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Deshalb solltest du nicht nur auf die vergangene Performance schauen.

Bei der Valiant Bank bin ich in einen Anlagefonds „Valiant Fondsinvest Helvétique Dynamic“ investiert. Ich bin mit der Performance zufrieden.

Lasse Dich dazu von Deinem Bankberater beraten. In der Regel sind dies teurere Lösungen mit weniger Renditen. Zudem kann Dein Berater „nur“ Produkte seiner Bank empfehlen.


Geld anlegen und Steuern sparen: Säule 3a

Die Säule 3a ist eine Besonderheit der Schweiz und für viele Erwerbstätige ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Finanzplanung.

2026 können Angestellte mit Pensionskasse maximal CHF 7’258 in die Säule 3a einzahlen. Selbstständigerwerbende ohne Pensionskasse können bis zu 20 Prozent des Erwerbseinkommens, maximal CHF 36’288, einzahlen. Die Beiträge können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Interessant wird die Säule 3a insbesondere dann, wenn das Geld langfristig in Wertschriften investiert wird.

Damit lassen sich zwei Effekte kombinieren:

Steuerlicher Vorteil + langfristige Kapitalanlage.

Seit 2026 sind unter bestimmten Voraussetzungen auch rückwirkende Einkäufe in die Säule 3a möglich.

Die Säule 3a ist allerdings nicht einfach ein gewöhnliches Anlagekonto. Das Kapital unterliegt gesetzlichen Regeln bezüglich Einzahlung und Bezug.

Aus meiner Sicht sollte jede Person, die in der Schweiz wohnt und arbeitet, in eine Säule 3a investieren. Ich schöpfe mit einem monatlichen Dauerauftrag den maximalen Betrag aus und investiere monatlich bei frankly (Zürcher Kantonalbank). Obwohl der aktuelle Maximalbetrag CHF 7’258 ist, vermehrt sich mein Konto jährlich um rund CHF 15’000. Dies ist der Zinseszinseffekt.


Geldanlage Schweiz und Steuern: Was musst du beachten?

Die Schweiz bietet bei der Besteuerung von Kapitalanlagen einige Besonderheiten.

Bei privaten Anlegern sind Kapitalgewinne aus beweglichem Privatvermögen grundsätzlich steuerfrei. Erträge wie Dividenden und Zinsen sind dagegen grundsätzlich steuerbares Einkommen. Zusätzlich kann das Vermögen selbst der kantonalen Vermögenssteuer unterliegen.

Wichtig ist ausserdem die Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerbsmässigem Wertschriftenhandel.

Wer regelmässig und professionell handelt, mit hohen Fremdmitteln arbeitet oder stark auf kurzfristige Kursgewinne ausgerichtet ist, kann unter bestimmten Umständen steuerlich anders beurteilt werden.

Bei Immobilien gelten wiederum eigene Regeln, beispielsweise die kantonale Grundstückgewinnsteuer.

Steuern sollten deshalb bereits bei der Anlageplanung berücksichtigt werden – nicht erst beim Verkauf.


Immobilien als Geldanlage

Immobilien gehören zu den bekanntesten Formen des Vermögensaufbaus.

Du kannst entweder direkt oder indirekt investieren.

Direkte Immobilien

Mögliche Anlageobjekte sind:

  • Eigentumswohnungen
  • Mehrfamilienhäuser
  • Renditeobjekte
  • Gewerbeimmobilien
  • Parkplätze

Die Erträge können aus Mieteinnahmen und einer möglichen Wertsteigerung entstehen.

Ein wesentlicher Faktor ist der Einsatz von Fremdkapital.

Eine Hypothek kann die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital erhöhen.

Sie erhöht allerdings gleichzeitig das Risiko.

Denn sinkt der Wert der Immobilie oder steigen die Finanzierungskosten, kann sich der Fremdkapitalhebel negativ auswirken.

Ich nahm an einem Kurs „Immobilien als Rendite“ teil. Für mich persönlich habe ich gelernt und entschieden, dass man sich auf Immobilien konzentrieren sollte, damit die Rendite stimmt. Deshalb ist dies für mich persönlich zurzeit kein Thema.

Immobilienfonds

Wer keine eigene Immobilie kaufen möchte, kann über Immobilienfonds indirekt in Immobilien investieren.

Der Vorteil:

Du benötigst wesentlich weniger Kapital und musst dich nicht selbst um Mieter, Reparaturen oder Renovationen kümmern.

Dafür hast du keinen direkten Einfluss auf einzelne Immobilien.


P2P-Kredite und Crowdlending in der Schweiz

Beim P2P-Lending beziehungsweise Crowdlending stellst du dein Geld als Kredit zur Verfügung.

Je nach Plattform können Privatpersonen oder Unternehmen die Kreditnehmer sein.

Als Gegenleistung erhältst du Zinsen.

Die höhere Verzinsung ist jedoch eine Entschädigung für das höhere Risiko.

Mögliche Risiken sind:

  • Zahlungsausfall des Kreditnehmers
  • Verzögerung der Rückzahlung
  • Plattformrisiko
  • fehlende Liquidität
  • wirtschaftliche Veränderungen

Die FINMA weist darauf hin, dass Anleger bei Crowdfunding unter anderem den Anbieter, den Geldnehmer und die konkreten Rechte und Risiken prüfen sollten.

Wenn du Crowdlending nutzt, ist eine breite Streuung über viele Kredite besonders wichtig.


Solar-Investments in der Schweiz

Eine weitere alternative Geldanlage sind Investitionen in Solarprojekte.

Ein Beispiel ist Solarify. Über die Plattform können Anleger in konkrete Schweizer Solarprojekte investieren. Je nach Projekt nennt Solarify erwartete Renditen im Bereich von rund 2 bis 7 Prozent. Die Mindestinvestition liegt bei verschiedenen Projekten teilweise im Bereich von etwa CHF 700 bis CHF 1’300.

Der interessante Punkt:

Du investierst nicht einfach in eine Solar-Aktie, sondern in ein konkretes Energieprojekt.

Mögliche Vorteile:

  • reale Infrastruktur
  • laufende Erträge
  • Beteiligung an erneuerbarer Energie
  • Diversifikation gegenüber klassischen Finanzanlagen

Mögliche Risiken:

  • Projektrisiko
  • Betreiber- und Vertragsrisiko
  • technische Probleme
  • Produktionsabweichungen
  • lange Kapitalbindung
  • eingeschränkte Liquidität

Solar-Investments können deshalb eine interessante Ergänzung sein, sollten aber nicht mit einem breit diversifizierten ETF verwechselt werden.

Diese Möglichkeit habe ich auf meiner Liste, bin aber noch nicht investiert.


Obligationen, Unternehmensanleihen und Private Debt

Eine Obligation bedeutet vereinfacht:

Du leihst einem Schuldner Geld.

Dafür erhältst du Zinsen und normalerweise am Ende der Laufzeit dein Kapital zurück.

Neben Staatsanleihen gibt es Unternehmensanleihen.

Je höher das Ausfallrisiko des Unternehmens, desto höher kann die angebotene Verzinsung sein.

Noch spezieller ist Private Debt.

Hier werden beispielsweise nicht börsennotierte Unternehmen oder Immobilienprojekte direkt finanziert.

Private Debt kann höhere Erträge ermöglichen, ist aber häufig weniger liquide und schwieriger zu beurteilen als börsenkotierte Obligationen.


Geld in KMU und Unternehmen investieren

Eine Anlage muss nicht zwingend an der Börse stattfinden.

Du kannst dich auch direkt an einem Unternehmen beteiligen.

Möglichkeiten sind beispielsweise:

  • KMU-Beteiligungen
  • Nachfolgelösungen
  • Management-Buy-outs
  • Private Equity
  • Beteiligungsgesellschaften

Der entscheidende Unterschied zu einer Obligation:

Als Beteiligter partizipierst du am Unternehmenserfolg.

Wenn sich das Unternehmen stark entwickelt, kann deine Beteiligung erheblich an Wert gewinnen.

Allerdings besteht auch das Risiko eines vollständigen Verlusts.

Was solltest du bei einer KMU-Beteiligung prüfen?

Unter anderem:

  • Geschäftsmodell
  • Gewinnmargen
  • Kundenstruktur
  • Verschuldung
  • Abhängigkeit vom Inhaber
  • Wettbewerb
  • Nachfolge
  • Management
  • Wachstumspotenzial
  • Unternehmensbewertung

Eine Unternehmensbeteiligung ist deshalb eher etwas für Anleger mit Erfahrung und ausreichend Kapital. Aus meiner Sicht benötigt es hier viel Erfahrung und Wissen, deshalb denke ich, dass dies für die meisten Personen ein zu hohes Risiko birgt.


In die eigene Firma investieren

Für Unternehmer gibt es noch eine besondere Möglichkeit:

das eigene Unternehmen.

Investitionen in Marketing, Vertrieb, Digitalisierung, Automatisierung, Mitarbeitende oder neue Produkte können eine hohe Rendite erzielen.

Beispiel:

Du investierst CHF 10’000 in den Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs.

Daraus entstehen langfristig zusätzliche Gewinne von CHF 5’000 pro Jahr.

Das Investment kann sich damit schneller amortisieren als viele klassische Finanzanlagen.

Allerdings investierst du nicht nur Geld.

Du investierst auch:

  • Zeit
  • Energie
  • Know-how
  • unternehmerisches Risiko

Die eigene Firma kann deshalb eine sehr rentable Anlage sein – aber sie ist gleichzeitig eine der am wenigsten diversifizierten Anlagen.

Vor über 15 Jahren habe ich meine kleine Firma gegründet und lebe davon. Man sollte jedoch das „Unternehmer-Gen“ haben, damit dies Sinn macht.


Start-ups und Venture Capital

Start-up-Investments bieten hohe Chancen, aber auch sehr hohe Risiken.

Viele junge Unternehmen scheitern.

Ein einzelnes erfolgreiches Start-up kann dagegen ein Vielfaches des ursprünglichen Investments wert werden.

Das Prinzip ähnelt deshalb eher Venture Capital als einem klassischen ETF.

Wer in Start-ups investiert, sollte:

  • nur einen kleinen Teil des Vermögens einsetzen
  • möglichst diversifizieren
  • mit langen Laufzeiten rechnen
  • einen Totalverlust verkraften können

Für Anfänger ist diese Anlageform normalerweise nicht der erste Schritt. Bitte beachte, dass langfristig „nur“ 10% der Startups überleben. Dieses Feld würde ich Spezialisten überlassen.


Geld anlegen für passives Einkommen

Viele Menschen möchten mit einer Geldanlage ein regelmässiges Einkommen erzielen.

Mögliche Quellen sind beispielsweise:

  • Dividenden
  • Obligationenzinsen
  • Mieterträge
  • Crowdlending-Zinsen
  • Erträge aus bestimmten Solarprojekten
  • Unternehmensbeteiligungen
  • Einnahmen aus digitalen Produkten

Wichtig ist allerdings eine häufige Fehlannahme:

Passives Einkommen bedeutet nicht automatisch risikofreies Einkommen.

Eine hohe Ausschüttung kann mit einem hohen Risiko verbunden sein.

Für den langfristigen Vermögensaufbau kann es deshalb sinnvoll sein, nicht nur auf die aktuelle Ausschüttung zu schauen, sondern auch auf die langfristige Gesamtrendite.


Gold als Geldanlage

Gold ist eine klassische alternative Anlage.

Der grosse Unterschied zu Aktien oder Immobilien:

Gold produziert selbst keine Gewinne oder Mieteinnahmen.

Gold kann trotzdem interessant sein, weil es sich anders entwickeln kann als Aktien oder Obligationen.

Viele Anleger nutzen Gold deshalb zur Diversifikation.

Die Rendite sollte jedoch nicht der einzige Grund für einen Goldkauf sein.


Bitcoin und Kryptowährungen

Bitcoin und andere Kryptowährungen sind eine weitere Anlageklasse.

Das Chancenpotenzial ist hoch.

Die Schwankungen sind allerdings ebenfalls erheblich.

Ein Kursrückgang von 50 Prozent oder mehr ist bei Kryptowährungen kein theoretisches Szenario.

Wer Bitcoin kauft, sollte deshalb vorher festlegen, welchen Anteil des Gesamtvermögens er maximal dafür einsetzen möchte.

Kryptowährungen sollten nicht mit einem sicheren Sparprodukt verwechselt werden.

Ich bin nicht in Kryptos investiert. Natürlich weiss ich plusminus, was es ist und wie es funktioniert. Jedoch habe ich mich zu wenig eingearbeitet und mein Wissen reicht (noch) nicht aus. Deshalb investiere ich schlicht nicht in Kryptos.


Weitere alternative Geldanlagen

Neben den bekannten Anlageklassen existieren zahlreiche Nischen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Kunst
  • Luxusuhren
  • Oldtimer
  • Wein
  • Sammlermünzen
  • Wald
  • Landwirtschaft
  • Edelmetalle
  • geistiges Eigentum
  • digitale Produkte
  • Lizenzrechte

Diese Anlagen können interessant sein, wenn du über entsprechendes Fachwissen verfügst.

Ohne Fachkenntnisse ist die Gefahr jedoch gross, dass du einen vermeintlichen Sachwert zu einem überhöhten Preis kaufst.


(Anzeige von Google Adsense)


Was ist die beste Geldanlage in der Schweiz?

Eine objektiv beste Geldanlage gibt es nicht.

Die Antwort hängt von deinem Ziel ab.

Dein ZielMögliche Geldanlage
Geld kurzfristig sicher haltenSparkonto / Festgeld
Langfristig Vermögen aufbauenAktien / ETFs
Steuerlich optimierenSäule 3a
Laufende Erträge erzielenDividenden / Obligationen / Immobilien
In Immobilien investierenImmobilienfonds / Direktimmobilien
Alternative Anlagen nutzenSolar / Gold / Crowdlending
Höheres RenditepotenzialKMU / Private Equity
Unternehmerisch investierenEigene Firma
Sehr hohe Chancen akzeptierenStart-ups / Bitcoin

Die Tabelle zeigt gleichzeitig einen wichtigen Grundsatz:

Rendite, Risiko und Liquidität hängen zusammen.

Eine Anlage mit besonders hoher erwarteter Rendite ist normalerweise nicht einfach eine bessere Version einer sicheren Anlage.


Geld anlegen für Anfänger: So startest du

Wenn du bisher wenig Erfahrung mit Geldanlagen hast, musst du nicht sofort ein komplexes Portfolio aufbauen.

Eine einfache Vorgehensweise:

1. Finanzielle Reserve bilden

Halte ausreichend Geld für unerwartete Ausgaben liquide.

2. Teure Schulden prüfen

Ein Konsumkredit mit hohen Zinsen kann eine grössere Belastung darstellen als der mögliche Ertrag einer Geldanlage.

3. Anlageziel definieren

Möchtest du:

  • für das Alter vorsorgen?
  • Vermögen aufbauen?
  • ein Haus finanzieren?
  • passives Einkommen erzielen?
  • finanzielle Freiheit erreichen?

Das Ziel bestimmt die Strategie.

4. Anlagehorizont festlegen

Wann brauchst du das Geld?

Je länger der Zeitraum, desto eher kannst du kurzfristige Kursschwankungen aushalten.

5. Risikoprofil bestimmen

Wie würdest du reagieren, wenn dein Depot vorübergehend 30 Prozent verliert?

Diese Frage ist wichtiger, als viele Anfänger denken.

6. Kosten vergleichen

Achte auf:

  • Verwaltungsgebühren
  • Fondsgebühren
  • Depotkosten
  • Transaktionskosten
  • Wechselkurskosten
  • Ausgabe- und Rücknahmegebühren

7. Diversifizieren

Verteile dein Kapital nicht unnötig auf eine einzelne Aktie, ein einzelnes Unternehmen oder ein einzelnes Projekt.

8. Langfristig denken

Vermögensaufbau funktioniert selten über Nacht.

Regelmässiges Investieren und ein langer Anlagehorizont sind für viele Anleger wichtiger als der Versuch, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden.


Wie viel Geld sollte man investieren?

Du brauchst kein grosses Vermögen, um mit dem Investieren zu beginnen.

Wichtiger ist, dass du nur Geld investierst, das du langfristig entbehren kannst.

Ein sinnvoller Grundaufbau kann beispielsweise aus vier Ebenen bestehen:

  1. Liquiditätsreserve
  2. langfristiges Kernportfolio
  3. Vorsorge
  4. ergänzende Anlagen

Dabei muss nicht jeder Anleger alle Anlageklassen besitzen.

Ein Portfolio mit wenigen, gut verstandenen Anlagen kann sinnvoller sein als eine Sammlung von 20 unterschiedlichen Investments.


Typische Fehler beim Geld anlegen

Zu hohe Rendite erwarten

Eine versprochene oder erwartete Rendite von 10 Prozent bedeutet nicht, dass du jedes Jahr 10 Prozent verdienen wirst.

Alles auf eine Anlage setzen

Ein Portfolio aus einer einzigen Aktie oder einem einzigen Projekt ist nicht ausreichend diversifiziert.

Kosten unterschätzen

Auch scheinbar kleine Gebühren können über viele Jahre einen erheblichen Teil der Rendite aufzehren.

Liquidität vergessen

Eine Anlage mit hoher erwarteter Rendite hilft wenig, wenn du dein Geld genau dann benötigst, wenn der Markt gefallen ist.

Nur auf die vergangene Performance schauen

Was in den letzten fünf Jahren gut funktioniert hat, muss nicht automatisch in den nächsten fünf Jahren genauso erfolgreich sein.

Steuern ignorieren

Die steuerliche Behandlung gehört zur tatsächlichen Rendite einer Anlage.

Produkte kaufen, die man nicht versteht

Ein einfacher Grundsatz:

Investiere nicht in etwas, dessen Funktionsweise du nicht erklären kannst.


Entscheidungs-Checkliste für deine Geldanlage

Bevor du Geld investierst, solltest du folgende Fragen beantworten:

  • Wie viel Geld kann ich investieren?
  • Wie viel brauche ich kurzfristig?
  • Wie lange kann ich das Kapital investieren?
  • Wie viel Verlust kann ich verkraften?
  • Möchte ich Wachstum oder laufende Erträge?
  • Wie viel Zeit möchte ich selbst investieren?
  • Verstehe ich die Anlage?
  • Was passiert bei einem Totalverlust?
  • Wie liquide ist das Investment?
  • Welche Gebühren entstehen?
  • Wie wird die Anlage in der Schweiz besteuert?
  • Ist der Anbieter seriös?
  • Welche Regulierung beziehungsweise Aufsicht besteht?
  • Ist mein Gesamtvermögen ausreichend diversifiziert?

Wenn du mehrere dieser Fragen nicht beantworten kannst, solltest du dich vor einer Investition noch genauer informieren.


🎁 Exklusiver Startbonus für FOXinvest-Leser: CHF 100.- geschenkt!

Möchtest du dein Vermögen beim Schweizer Marktführer Swissquote aufbauen und dir deine ersten Dividenden-Aktien sichern?

So sicherst du dir dein Trading-Guthaben:

  1. Eröffne dein Swissquote-Konto online in wenigen Minuten.
  2. Gib bei der Registrierung den Gutscheincode ein: MKT_FOXINVEST
  3. Zahle mindestens CHF 1’000.- ein – Swissquote schreibt dir direkt CHF 100.- Trading Credits gut!
  4. Die CHF 1’000 bleiben dein Vermögen! Du kannst es direkt nach der Gutschrift für deine gewünschten ETFs oder Dividenden-Aktien investieren.

Das deckt die Kosten für deine ersten Käufe oder deinen Steuerauszug komplett ab.

Du weisst nicht, wie die Eröffnung funktioniert? >



Häufige Fragen zum Geld anlegen in der Schweiz

Wie kann ich in der Schweiz am besten Geld anlegen?

Die passende Geldanlage hängt von Anlagehorizont, Risiko, Ziel, Liquiditätsbedarf und steuerlicher Situation ab. Für langfristigen Vermögensaufbau können breit diversifizierte Aktien und ETFs eine wichtige Rolle spielen. Andere Anlageformen können das Portfolio ergänzen.

Wie viel Geld sollte man als Anfänger investieren?

Es gibt keinen allgemein richtigen Betrag. Entscheidend ist, dass eine ausreichende finanzielle Reserve vorhanden ist und du nur Kapital investierst, das du langfristig nicht benötigst.

Welche Geldanlage ist in der Schweiz besonders sicher?

Sparkonten und bestimmte kurzfristige Anlagen gehören zu den risikoärmeren Möglichkeiten. Gleichzeitig ist die Renditechance normalerweise begrenzt.

Sind ETFs in der Schweiz steuerfrei?

Nicht vollständig. Kursgewinne von Privatpersonen können grundsätzlich steuerfrei sein. Dividenden und andere Erträge sind dagegen grundsätzlich steuerbar. Zusätzlich kann die Vermögenssteuer relevant sein.

Wie kann ich 10’000 Franken anlegen?

Das hängt von deinem Anlagehorizont und Risikoprofil ab. Bei langfristigem Anlagehorizont können beispielsweise breit diversifizierte ETFs interessant sein. Bei kurzfristigem Kapitalbedarf sind liquide und risikoärmere Anlagen eher geeignet.

Sind P2P-Kredite eine gute Geldanlage?

P2P-Kredite können attraktive Zinserträge ermöglichen, sind aber mit Ausfall-, Plattform- und Liquiditätsrisiken verbunden. Sie eignen sich deshalb eher als ergänzende Anlage und sollten breit diversifiziert werden.

Kann man mit Solar-Investments Geld verdienen?

Solarprojekte können laufende Erträge ermöglichen. Die Rendite ist jedoch nicht garantiert. Vor einer Investition sollten insbesondere Projektstruktur, Betreiber, Vertragsbedingungen, Laufzeit und Risiken geprüft werden.

Wie kann ich in der Schweiz passives Einkommen aufbauen?

Mögliche Quellen sind Dividenden, Zinsen, Mieterträge, Unternehmensbeteiligungen oder bestimmte Solarprojekte. Auch digitale Produkte können wiederkehrende Einnahmen generieren. Passives Einkommen ist jedoch nicht automatisch risikofrei.

Wie viel Geld braucht man, um in der Schweiz zu investieren?

Für viele Wertschriftenanlagen reichen bereits kleine Beträge. ETFs können beispielsweise regelmässig über Sparpläne gekauft werden. Für Immobilien, Private Equity oder direkte Unternehmensbeteiligungen sind dagegen häufig deutlich grössere Beträge erforderlich.


Fazit: Geld anlegen bedeutet mehr als Sparkonto oder ETF

Wer Geld in der Schweiz anlegen möchte, hat eine grosse Auswahl.

Das Spektrum reicht von:

Sparkonto → Obligationen → Fonds → ETFs → Aktien → Säule 3a → Immobilien → Crowdlending → Solar-Investments → Unternehmensbeteiligungen → Private Equity → Start-ups

Keine dieser Anlagen ist für jeden Anleger automatisch die beste.

Entscheidend sind:

Rendite, Risiko, Liquidität, Kosten, Steuern und Anlagehorizont.

Für viele Privatanleger können breit diversifizierte Aktien und ETFs langfristig einen wichtigen Bestandteil des Vermögensaufbaus bilden. Die Säule 3a kann in der Schweiz zusätzlich steuerliche Vorteile bieten. Immobilien, Obligationen und alternative Anlagen können je nach Situation zur Diversifikation beitragen.

Der wichtigste Schritt besteht deshalb nicht darin, möglichst viele Anlageprodukte zu besitzen.

Der wichtigste Schritt ist, die Funktionsweise deiner Geldanlagen zu verstehen.

Wer weiss, woher die Rendite kommt, welches Risiko dafür übernommen wird, wie lange das Geld gebunden ist und welche Kosten und Steuern anfallen, kann fundiertere Entscheidungen treffen.

Vermögensaufbau ist kein Sprint. Er ist ein langfristiger Prozess aus Sparen, Investieren, Diversifikation und kontinuierlichem Lernen.


FOXinvest

Investor und Unternehmer aus der Schweiz: BWL / NDS Innovationsmanagement, BWL / NDS Unternehmensführung, Unternehmensberater, Vater von zwei erwachsenen Kindern, ...

Schreibe einen Kommentar