Du musst nicht reich sein, um vermögend zu werden
Brauchst du ein Top-Gehalt, um reich zu werden? Nein! Erfahre, warum Einkommen nicht gleich Vermögen ist, welche Geheimnisse im Bestseller «Der Millionär von nebenan» stecken und wie du ohne Erbe durch die richtige Sparquote und den Zinseszins Schritt für Schritt finanzielle Freiheit erreichst.
Hinweis: Du suchst ein Schweizer Depot? Am Ende des Beitrags zeige ich dir, wie du CHF 100.- Startguthaben bei Swissquote holst.
Du musst nicht reich sein, um vermögend zu werden: Der Weg für jedermann
Die grosse Illusion: Warum ein hohes Einkommen kein Vermögen garantiert
Ein weit verbreiteter Irrtum besagt, dass man ein fünf- oder sechsstelliges Monatsgehalt braucht, um reich zu werden. Die Realität sieht anders aus: Einkommen ist das Geld, das fliesst; Vermögen ist das Geld, das bleibt. Wer CHF 15’000 im Monat verdient, aber CHF 15’000 für Lifestyle, teure Autos und Luxusgüter ausgibt, hat am Ende des Monats exakt ein Vermögen von null. Genau dies zeigte auch die Untersuchung. «Der Millionär von nebenan» untersuchten Thomas J. Stanley und William D. Danko: Ist der Lifestyle gleich gross oder auch grösser als das Einkommen, bleibt schlicht Null übrig oder man baut Schulden auf. Oft sind Menschen, die vermögend wirken, leider nicht vermögend.
Hast du mit 25 Jahren ein Einkommen von CHF 4’500 monatlich und sparst CHF 300 monatlich, bist du nicht nur weiter als ein Grossverdiener, der alles ausgibt, sondern baust dir in Jahrzehnten ein Vermögen auf.
Der entscheidende Hebel ist deine Sparquote. Die durchschnittliche Nettosparquote in der Schweiz liegt laut dem Bundesamt für Statistik bei rund 15 %. Wer es schafft, seine Fixkosten zu optimieren und seine Sparquote auf 20 % bis 30 % anzuheben, legt das Fundament für echte finanzielle Unabhängigkeit. Es kommt nicht darauf an, wie viel du verdienst – sondern wie viel du behältst und für dich arbeiten lässt.
Tipp vom Finanzfuchs: Falls Du noch kein Budget oder auch keinen Überblick hast, richte gleich heute einen Dauerauftrag ein. Dieser Dauerauftrag soll 10% von deinem Einkommen gleich am Zahltag vom Lohn auf ein Investitionskonto überweisen. Falls du noch kein Investitionskonto hast, eröffne dies gleich heute. Falls Du Schulden hast, nutze diese Beiträge, um die Schulden abzubauen.
Das «Millionärs-Mindset»: Lehren aus «Der Millionär von nebenan»
In ihrem Finanzklassiker «Der Millionär von nebenan» untersuchten Thomas J. Stanley und William D. Danko das Verhalten echter Millionäre. Das überraschende Ergebnis: Über 80 % aller Millionäre haben ihr Vermögen in der ersten Generation selbst erarbeitet – ohne Erbschaft und ohne Lottogewinn.
Wie leben diese Menschen?
- Unter den eigenen Verhältnissen leben (Living below your means): Sie verfallen nicht der Lifestyle-Inflation. Wenn das Einkommen steigt, steigt nicht automatisch der Konsum, sondern die Investitionsquote.
- Vermögen ist unsichtbar: Echtes Vermögen zeigt sich nicht im teuren Sportwagen oder in Designer-Kleidung. Vermögen ist das Investitionsdepot, die Immobilie oder das Eigenkapital, das im Hintergrund Erträge erwirtschaftet.
- Kein Vergleich mit anderen: Sie definieren ihren Selbstwert nicht über den Konsum oder das Schulterklopfen der Nachbarn.
Tipp vom Finanzfuchs: Hol Dir das Hörbuch «Der Millionär von nebenan» bei Amazon oder OrellFüssli (beides sind Affiliate-Links). Aus meiner Sicht kann man sich das Hörbuch im Auto oder in den ÖV anhören.
Der Weg für die gewöhnliche Frau und den gewöhnlichen Mann
Du brauchst weder ein Erbe im Rücken noch ein hochkomplexes Finanzwissen, um finanziell frei zu werden. Der Weg steht jeder gewöhnlichen Frau und jedem gewöhnlichen Mann offen.
Historisch gesehen erzielten breit gestreute Aktienmärkte über Jahrzehnte hinweg eine reale Rendite (nach Inflation) von etwa 5 % bis 7 % pro Jahr. Wer diszipliniert investiert, nutzt den stärksten Faktor der Finanzwelt: den Zinseszinseffekt.
Die Magie der Zeit (Rechenbeispiel)
- Start mit 25 Jahren: Wer monatlich CHF 300 in einen globalen ETF oder in solide Dividenden-Aristokraten investiert (bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 % p.a.), besitzt mit 65 Jahren ein Vermögen von rund CHF 720’000.
- Start mit 35 Jahren: Wer zehn Jahre später startet und denselben Betrag anlegt, kommt mit 65 Jahren nur auf rund CHF 340’000.
Die verpassten zehn Jahre kosten dich mehr als die Hälfte des möglichen Vermögens. Zeit schlägt Kapital. Starte gleich heute mit der Sparquote und in den nächsten Jahren wirst du ein Vermögen aufbauen.
Wie ich es mache … Ich selbst schöpfe den maximalen Beitrag der Säule 3A aus und investiere dies mit einem hohen Aktienanteil bei frankly.ch der Zürcher Kantonalbank. Dort profitiere ich von hohen Renditen und kleinen Gebühren. Meine Aktien und ETF handle ich bei Swissquote, dem Schweizer Marktführer als Online-Broker. Die Säule 3A und das Investmentkonto füttere ich mit der Sparquote als Dauerauftrag.
Zinseszinsrechner
Der Zinseszinseffekt ist für uns Menschen schwer zu begreifen. Damit man dies etwas simulieren kann, habe ich einen starken Zinseszins-Rechner gebaut und stelle diesen kostenlos zur Verfügung. Probiere ihn aus und staune über die Magie des Zinseszins.
(Anzeige von Google Adsense)
Die 5 Erfolgsfaktoren für deinen Vermögensaufbau
Wenn du langfristig Vermögen aufbauen willst, fokussiere dich auf diese fünf Grundpfeiler:
- Konkrete Ziele setzen: Definiere genau, was du erreichen willst (z.B. finanzielle Vorsorge, Erreichen der ersten CHF 100’000 oder passive Dividendenerträge).
- Konsequenz und Automatisierung: Richte am Anfang des Monats, beziehungsweise am Zahltag deines Lohnes, einen Dauerauftrag auf dein Investmentdepot und Säule 3A ein. Bezahle dich immer zuerst selbst.
- Den Zinseszins für sich arbeiten lassen: Investiere Erträge und Dividenden konsequent wieder (Reinvestition).
- Fokus auf die eigene Reise: Vergleiche dein Kapitel 1 nicht mit dem Kapitel 20 anderer Menschen auf Social Media oder in deinem Umfeld. Sei stolz auf deine Reise.
- Einkommen & Sparquote erhöhen: Neben dem Sparen kannst du den Turbo einlegen, indem du dein Einkommen steigerst – sei es durch berufliche Weiterbildung, ein Nebengewerbe oder den Aufbau digitaler Einkommensquellen (wie digitale Produkte oder Partnerprogramme).
Zu schön, um wahr zu sein?
Lies den Beitrag Wie wird man Millionär? „Die geheimen Strategien der stillen Alltags-Millionäre” mit 5 wahren Geschichten. Diese 5 Personen konnten still und leise ein Vermögen aufbauen.
Dein Einstieg: Qualität und Cashflow mit Dividenden-Titeln
Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich besonders breit gestreute ETFs sowie erstklassige Einzelaktien mit verlässlicher Dividendenhistorie. Dividenden-Aristokraten (Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren ununterbrochen jedes Jahr erhöht haben) bieten nicht nur einen stetigen Cashflow, sondern zeugen auch von einem hochprofitablen und krisenfesten Geschäftsmodell.
Durch die regelmässige Ausschüttung siehst du deinen Erfolg monatlich oder quartalsweise auf dem Konto – das motiviert extrem, den Weg konsequent weiterzugehen.
Hinweis: Je nach Alter, kann für dich eine andere Strategie (beispielsweise Wachstum oder thesaurierend) besser sein. Ich selbst bin schon Mitte fünfzig und baue deshalb die Dividendenstrategie auf.
In der Schweiz solltest du die Säule 3A nutzen. Dies bringt nicht nur Rendite, sondern hilft auch, Steuern zu sparen und so kannst du noch schneller das Vermögen aufbauen.
Regelmässige Challenges, um die Sparquote zu erhöhen
Steigere konsequent und regelmässig die Sparquote. Mach einen “Sport” daraus und frage dich regelmässig: “Wie kann ich meine Sparquote erhöhen?”
Je höher die Sparquote ist, desto schneller kannst du das Vermögen aufbauen.
Dafür gibt es aus meiner Sicht drei Wege:
Kosten senken und Sparen
In der Regel bieten regelmässige Ausgaben und Gewohnheiten die grössten Sparpotenziale. Überprüfe regelmässig deine Kosten und dein Budget auf Sparpotenzial. Die grössten Potenziale stecken in der Regel in Abos, Krankenkassen, Wohnung und Auto.
Auch kleine Beträge sind wichtig, nutze beispielsweise eine kostenlose Kreditkarte mit Cashback-Funktion. Diese Cashbacks finanzieren mir jährlich einen Wocheneinkauf und erhöhen so die Sparquote.
Oft unterschätzt sind die täglichen Gewohnheiten und Ausgaben (Latte unterwegs, Rauchen, …). Lies dazu den Beitrag “Latte-Faktor” und lebe nicht über deine Verhältnisse.
Irgendwann sind keine weiteren Kosteneinsparungen mehr möglich und damit ist der nächste Hebel das Einkommen.
Einkommen erhöhen
Angestellte/r
Als Angestellter hast Du einige Möglichkeiten. Engagiere dich für deinen Arbeitgeber und schaffe zusätzlichen Mehrwert. Sei proaktiv, hilf und denke auch ausserhalb deines Aufgabenbereichs mit. Wenn du bei der Arbeit bist, arbeite. Recherchiere nicht für die nächsten Ferien während der Arbeit oder diskutiere stundenlang über Fussball. Sei eine überdurchschnittliche Mitarbeiterin oder ein überdurchschnittlicher Mitarbeiter. Mache eine Weiterbildung und / oder übernimm mehr Verantwortung.
Notiere dies alles und bring es beim nächsten Mitarbeitergespräch als Argument für eine Lohnerhöhung ein.
Unternehmer*in
Ein grosser Hebel für mehr Einkommen ist als Unternehmerin oder Unternehmer. Baue ein wertvolles Unternehmen mit viel Kundennutzen auf. Dadurch erntest Du mehr Einkommen (Lohn, Dividenden, …, Verkauf vom Unternehmen). Unternehmer*in zu sein, ist jedoch nicht für jedermann. Lies oder höre dazu das Buch “The Millionaire Fastlane” von MJ DeMarco.
Zum Buch habe ich einen Blogbeitrag geschrieben oder du bestellst es einfach als Hörbuch oder Buch bei Amazon oder Orell Füssli (beides sind Affiliate-Links).
Nebenerwerb
Du hast eine grossen Leidenschaft oder ein tolles Hobby? Perfekt! Baue daraus einen Nebenerwerb auf und erhöhe damit deine Sparquote. Auch “nur” 200 Franken mehr monatlich machen mit dem Zinseszinseffekt einen enormen Betrag aus und damit kannst du schneller das Vermögen aufbauen.
Aus meinem Hobby “Mantrailing” (Personensuchhunde) ist ein interessanter Nebenerwerb entstanden. Hier verdiene ich mit Trainingsgruppen, Seminaren und Ausbildungen von Instruktoren zusätzlich Geld.
Passives Einkommen
Passives Einkommen, dies ist aus meiner Sicht die Königsdisziplin. Jedoch bedeutet passives Einkommen nicht, nichts zu machen. In der Regel bedeutet dies eine Investition von Zeit oder Geld oder von beidem. In den Social Media wird oft angepriesen, dass man mit KI einfache digitale Produkte erstellen und verkaufen kann. Dies mag sein. Aus meiner Sicht ist dies aber nicht ganz so einfach und zudem finde ich es wichtig, dass für die Kunden ein echter Mehrwert dafür entsteht. Von “billigen” Tricks, den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen, halte ich nichts und glaube an das “Business-Karma”. Bleibt anständig.
Mein grösstes passives Einkommen sind die Dividenden von meinen Investitionen in Aktien und ETF. Ich stehe genau an dem Punkt, an welchem das passive Einkommen die Sparquote überholt.
Geplant ist auch, mit dem Schweizer Finanzblog FOXinvest.ch die Sparquote langfristig zu verbessern. Dies sind insbesondere Erträge aus Affiliate und Google AdSense. Diese Beträge sind jedoch noch so klein, dass sie noch keine Wirkung erzielen. Jedoch macht es mir Spass, den Finanzblog weiterzuentwickeln und über diese Themen zu schreiben.
Zusätzliches Geld nutzen
Manchmal hat man Glück oder verdient dies auch aufgrund ausserordentliche Leistungen zusätzliches Geld. Beispiele dafür sind Lohnerhöhungen, 13. Monatslohn / Gratifikation, Bonus, Geburstagsgeld, Geldgeschenke, Erbschaft, Lottogewinn (falls dies eintreffen sollte) … Setze dieses Geld clever ein und investiere dies auch in deine Zukunft.
Tipp vom Finanzfuchs: Dies sind oft Gelder, die du noch nie hattest und damit auch nicht vermissen wirst. Nimm jeweils 50% dieser Gelder und investiere diese konsequent in deinen Vermögensaufbau. Die anderen 50% kannst du auch ausgeben und geniessen, falls du dies möchtest.
An diesen drei Hebeln arbeite ich konsequent und regelmässig weiter, um die Sparquote zu erhöhen.
Fazit
Vermögend zu werden ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Du musst nicht als Spitzenverdiener starten – was zählt, sind deine Disziplin, deine Sparquote und der Faktor Zeit. Starte noch heute, automatisiere deine Finanzen und baue Schritt für Schritt deine finanzielle Freiheit auf.
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